Bibliotheksdrachen

Sonntag, 22. Mai 2011

Nachtrag zum Thema Kettenbuch

Kettenbücher gibt es bekanntlich immer noch. Vor einiger Zeit nannte ich als aktuelle Beispiele Ausstellungskataloge oder juristische Loseblattwerke. Die unten zu sehende Gattung hatte ich ganz übersehen.
FelixBuch
Das Medium Buch kann man eben gar nicht früh genug kennen und schätzen lernen ;-D

Samstag, 12. Februar 2011

Minidrache geschlüpft

DAS ist der wohl beste Grund für Schreibblockaden und extrem wenig Zeit.

CIMG2091

Eure stolze (und übermüdete ;-) Drache1

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Sankt Gallener Bibliotheksdrache

Der Bewacher der Sankt Gallener Bibliotheksschätze
Drache1

Freitag, 15. Oktober 2010

Stiftsbibliothek Sankt Gallen

Es war einmal im Jahre 612, da gründete ein irischer Missionar in den schönen Schweizer Bergen ein Kloster. Neben Sankt Gallus soll auch noch ein Bär bei der Errichtung desselben beteiligt gewesen sein.
imgPoohCharacter
Neeee! Der doch nicht.

Und der Bär und das Kloster interessieren einen Biblioteksdrachen eigentlich auch nur am Rande. Was mich in die Schweizer Berge zog, war die klostereigene Stiftsbibliothek, die für ihre Schönheit und ihren reichen Buchbestand weltweit bekannt ist.
Vorbei an Kühen, Gässlis, Sträßlis, Schlösslis und noch viel mehr "lis" bahnten wir uns den Weg zwischen Baustellen hindurch zum Klosterbezirk in St. Gallen. Das Wetter zeichnete sich durch völlige Abwesenheit der Sonne aus, was vermutlich unser Glück war. Die anwesenden Busgruppen reichten nämlich auch so schon. Die versammelten sich aber lieber in der riesigen, mit tausend Engelchen geschmückten Kathedrale.

So hatten wir die Bibliothek fast für uns allein. 10 Franken mussten wir berappen (man verzeihe mir das Wortspiel) und der nette Kassier bat uns Taschen und vor allem Kameras in den Schließfächern zu deponieren. Vor dem Barocksaal der Bibliothek wurden wir dann noch angewiesen in todschicke Filzsandaletten zu steigen, bevor wir das Allerheiligste betreten durfen.

In einem Wort? Atemberaubend!
Bücher reiheen sich dicht an dicht in vergitterten Schränken, helle Gemälde zieren die Decke und an den hohen Fenstern sind ausklappbare Lesetische angebracht. In Vitrinen sind einzelne Kostbarkeiten ausgestellt und der Boden ist mit rankenartigen Intarsien geschmückt. Wir fühlten uns mehr wie in einem Tempel, als in einer Bibliothek.

Erwähnte ich schon, dass wir die Kameras einsperren mussten? *hüstel*
StiftsbibSt-Gallen2
Damit das schlechte Gewissen beruhigt sein kann, habe ich mir auch gleich noch den Führer zur Bibliothek gekauft und werde hier brav auf die Website der Stiftsbibliothek verlinken.
Stiftsbibliothek St. Gallen
Ich werde auch darauf hinweisen, dass die weltberühmte Handschriftensammlung komplett digitalisiert unter folgendem Link zu finden ist: Codices Electronici Sangallenses

Schon halb auf dem Weg zum obligatorischen Schokoladenkauf entdeckte ich dann noch ein ganz besonderes Wesen an der Fassade des Klosters.
Das zeige ich euch dann das nächste Mal. ;-D

Dienstag, 12. Oktober 2010

Bibliotheken sterben leise

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Da ist eine Bibliothek, die 1537 gegründet wurde und die im Lauf der Jahrhunderte zahlreiche Manuskripte, Inkunabeln und Drucke gesammelt hat. Aufgrund geschichtlicher Besonderheiten sammelte sie in Zeiten erbitterter Religionsstreitigkeiten sogar überkonfessionell Schriften.

Für Forscher und nicht zuletzt die Studenten der ortseigenen Universität ist diese Bibliothek eigentlich unverzichtbar.

Dummerweise sind Bibliotheken ebenso wie Museen reine Prestigeobjekte. Was im Klartext bedeutet: Man steckt viel Geld rein, bekommt aber keines zurück.
In Zeiten knapper Kassen liegt es also nahe sich dieses Ballasts zu entledigen. Und so droht nun nicht nur der KMB Köln das Aus, sondern auch der Augsburger Staats- und Stadtbibliothek.
Link zu "Rettet die StaBi"

Oh und wo wir gerade auch Museen angesprochen haben - dieses Museum hier soll demnächst auch aufgelöst werden:
Altonaer Museum

Klar. Hat sich ja schon in der Vergangenheit gezeigt, dass zu viel Bildung dem normalen Durchschnittsbürger schaden könnte.
Kopf -> Tisch

Donnerstag, 16. September 2010

Der Kölner Bücherschwarm

_DSC5679-1

Eine tolle Protestaktion, gegen die Schließung der Kölner Kunst- und Museumsbibliothek, die sich der "Kölner Bücherschwarm" da ausgedacht hat.
Wer mehr darüber erfahren will, der klicke bitte HIER um den Artikel im Kölner Wochenspiegel zu lesen.

Dienstag, 31. August 2010

Der Bibliotheksdrache

Ich wollte euch mal jemanden vorstellen:

Mein schönstes Geschenk

Dieser kunstfertige Bibliotheksdrache bewacht mein heimatliches Bücherregal und fand als Weihnachtsgeschenk zu mir. Leider kenne ich den Namen des Künstlers nicht, aber ich weiß, dass er eigentlich in Schmuck macht und seine Drachen absolute Einzelstücke sind.
Mein Bibliotheksdrache liest übrigens in Goethes Farbenlehre.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Die Kölner Kunst- und Museumsbibliothek

Seit 1957 ist die Kölner Kunst- und Museumsbibliothek wichtige Anlaufstelle für Studenten, Forscher, Museen und Künstler.
Nun ist die Stadt Köln pleite und fände es toll, diesen Klotz am Bein - 400.000 Bände, Sonderbestände, Bildarchiv - los zu werden. Und zwar möglichst schnell.

Damit das nicht passiert, hat der Verein "Freunde der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln e. V." zu einer Unterschriftenaktion aufgerufen. PDF Unterschriftenliste

Deshalb auf diesem Weg die Bitte an alle Bibliotheksbenutzer. Tragt euch bitte ein und helft mit, diese Bibliothek für die Öffentlichkeit zu erhalten.

Infos zur Kölner Kunst- und Museumsbibliothek

Interview mit der Leiterin der KMB

EDIT: Ergänzend (vielen Dank an Dorothée Hahne) hier die Online-Petition: http://freundekmb.de

Dienstag, 13. Juli 2010

Hitzewelle

Nach der Fröstelära folgt unweigerlich die Hitzewelle. Seit Tagen ächzt, stöhnt und brutzelt alles vor sich hin und wer Abkühlung wünscht, muss lange suchen.

Die Schattenplätze im Freibad sehen aus wie der Strand von Bibione zur Hauptsaison und zwischen Handtücher, Wasserbällen und Picknickkörben passt kein Grashalm mehr. An den Seen erfreut man blutsaugendes Getier mit seiner Anwesenheit und die Eisdielen schaffen auch nur inwendige Kühlung.
Was tut also ein Bibliotheksdrache?

Methode 1 (nur möglich wenn Garten oder Balkon vorhanden):
Gartencafé eröffnen. Dazu Stuhl und Tischchen in den Garten stellen, Tisch mit reichlich Flüssigkeit und Obst-, Gemüseschnittchen bestücken, leichte Lektüre zur Hand nehmen und bei extremer Hitze: Füße ins Planschbecken / Waschwandl / Eimer.

Zur leichten Lektüre (für mehr reicht die Konzentration nicht) empfehlen wir:
Chicklit von Kerstin Gier z. B. Für jede Lösung ein Problem
Comic-Hefte wie Asterix, Garfield oder Lucky Luke
Nonsens wie Christopher Moores Die Bibel nach Biff

Methode 2 (falls weder Garten noch Balkon noch Schatten vorhanden):
Die örtliche Bücherei besuchen.
Meistens ist es dort wesentlich kühler als in irgendwelchen Cafés, man wird nicht gezwungen sich etwas zu bestellen und kann sich quer durch den Buchbestand lesen.
Vier Beispiele für einige ost- und oberbayerischen Büchereien mit Wohlfühlfaktor:

Straubing - Bibliothek im Salzstadl
Leserfreundlich, hell und gemütlich eingerichtete Bibliothek in historischem Gebäude direkt an der Donau und mit integrierter Artothek. Zum Literatur- kommt auch noch der Kunstgenuss.

Stadtbücherei Regensburg im Thon-Dittmer-Palais
Verwinkelte Bücherei mit vielen Leseecken, großer Musikabteilung und einer in den Bestand integrierten "Amerikanischen Bibliothek"

Stadtbücherei München Schwabing
Im Gegensatz zur Zentrale am Gasteig (Schulflur-Atmosphäre :-/) überaus gemütliche Stadtteilbücherei. Ein großes Schaufenster lässt jede Menge Licht in die Räume. Ein Lesecafé mitsamt Kaffeeautomat steht zur Verfügung, der Bestand ist umfangreich und sehr aktuell gehalten und die Zeitschriftenauswahl ein Traum.

Stadtbücherei Landshut
Ebenfalls im alten Salzstadl angesiedelt, der zwar nicht am nächsten Fluss, dafür aber mitten in der historischen Altstadt liegt. Über drei Geschosse Literatur, Lesenischen und knarzende Holztreppen. Da kann die Zeit schon mal stehen bleiben.

Wir finden auf unseren Reisen bestimmt noch mehr schöne Leseorte. Demnächst wird Franken in Angriff genommen ;-)

Montag, 14. Juni 2010

Im Urlaub...

In einer Woche Urlaub macht ein waschechter Bibliotheksdrache folgendes:

- das heimische Bücherregal umstellen

- Bücher sortieren

- in die Stadtbücherei gehen

- selbige mit zwei großen Stofftragetaschen voller Literatur wieder verlassen

- mit Gewissensbissen in der Buchhandlung stehen. Entweder an der Kasse (Gäbs das Buch nicht vielleicht umsonst in der Bücherei?) oder vorm Regal (Tut mir leid, liebes Buch mit interessantem Klappentext und wunderschönem Cover, aber ich kann dich nicht mitnehmen...)

- Sonnenbrand kriegen, weil man vor lauter Lesen vergessen hat sich einzucremen

- im Garten ein Lesecafe einrichten. Mitsamt Tischchen und Hängematte.

Herrlich, wenn der Urlaub genau auf die eine Woche Sommer fällt :-D
Einziger Wermutstropfen: Die Nachbars-Teenager und deren Väter haben die afrikanischen Foltertröten Vuvuzelas entdeckt. Wespengesumm mit 130 Dezibel übertönt nichts und niemand.

Euer Drache1

PS: Fußballfieber greift um sich. Ich fürchte ich infiziere mich. Meine Abwehrkräfte sind zu schwach um sich dagegen wehren zu können. *trööööööööööööt*

Die Bibliotheks - Drachen

Von Bibliotheken, Drachen und Leseratten

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Wer wir sind

Wir sind zwei Bibliotheksassistentinnen, im Volksmund auch "Bibliotheksdrachen" genannt, aus Bayern. Drache1 arbeitet in einer kleinen Museumsbibliothek, während Drache2 in einer großen Universitätsbibliothek arbeitet. Beide Bibliotheken möchten wir aus Gründen der Anonymität nicht mit Namen nennen.

Was wir wollen

Wir möchten mit diesem Blog über die Arbeit, die Bibliotheken und Bibliothekare tagtäglich leisten, berichten. Außerdem möchten wir Lesetipps geben, besonders schöne Bibliotheken vorstellen und Vorurteile gegen unseren Berufsstand entweder bestätigen oder hinwegfegen ;-D

Wieso "Bibliotheksdrachen"?

Verzweifelter Ausruf eines angehenden Doktoranden: "Je älter und wertvoller das Buch, desto größer der Drache, der es bewacht."

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Online seit 2713 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 11. Apr, 10:14

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