Berühmte Bibliothekare

Donnerstag, 11. März 2010

Berühmte Bibliothekare - Teil 3

Giles

Rupert Giles

Einige von euch erinnern sich vielleicht noch an die in den 90ern entstandene TV-Serie "Buffy – Im Bann der Dämonen".

In jeder Generation wird ein Mädchen von höheren Mächten auserwählt, um die Welt vor Dämonen zu beschützen, in der Serie eben Buffy Summers. Der Bibliothekar Giles, in der Serie dargest. von Anthony Stewart Head, ist ihr Wächter.

Giles erfuhr bereits mit 10 Jahren von seiner Berufung. Als Jugendlicher wehrte sich Rupert (damals „Ripper“ genannt) gegen seine Berufung und schloss sich einem Magierzirkel an, der innerhalb der Serie durch einen damals beschworenen Dämon ausgelöscht wird

1997 wird er als Buffys Wächter nach Sunnydale berufen, wo er an der High School als Bibliothekar angestellt ist. Die Bibliothek wird im Verlaufe der Serie zum Dreh- und Angelpunkt der Scooby-Gang. Dort finden Buffys Training statt, sowie umfangreiche Recherchen zum Thema Dämonen und ihre Beseitigung.

Sehr oft hadert Giles mit Buffys lockerer Persönlichkeit, doch mit der Zeit lernt er sie zu akzeptieren wie sie ist und wird allmählich zu einer Art Vaterersatz für sie.
Ansonsten hat er noch mit Schuldirektor Snyder zu kämpfen, der seinen intensiven Umgang mit Buffy und ihren Freunden argwöhnisch beobachtet und mit neumodischen dämonischen Geräten, wie etwa dem Computer.
Hierbei bekommt er aber bald Hilfe und zwar in Form von Jenny Calendar, der Informatiklehrerin der Schule. Was zunächst wie ein Zusammenprall zweier verschiedner Welten aussieht wird rasch zu gegenseitiger Sympathie und Liebe. Leider konnte sich zwischen den beiden keine richtige Beziehung entwickeln da Jenny am Ende der Staffel von Angelus getötet wurde.

An ihrem 18. Geburtstag muss Giles Buffy einer Reifeprüfung des Rates unterziehen. Als diese Prüfung völlig außer Kontrolle gerät, weiht er Buffy ein und hilft ihr, schlimme Folgen abzuwehren. Daraufhin wird er vom Rat als ihr Wächter abgesetzt. Als sein Ersatz erscheint der neue Wächter Wesley Wyndam-Pryce. Giles lässt sich jedoch nicht beirren und arbeitet weiter als Bibliothekar und inoffizieller Wächter gegen den Willen des Rates. Als Buffy dem Rat ihre Mitarbeit aufkündigt, verlässt Wesley Sunnydale.

In Buffys erstem Collegejahr fühlt Giles sich mehr und mehr überflüssig. Nachdem Buffy immer selbstständiger wird, beschließt er eines Tages, nach England zurückzukehren. Nur Buffys Begegnung mit der Ur-Jägerin bringt ihn von dem Entschluss wieder ab. Buffy möchte ihr Training fortsetzen und zwar mit Giles Unterstützung. Als sie daraufhin Probleme mit der Göttin Glory kriegen, eilt der Rat herbei, um Buffy und Giles unter Druck zu setzen. Das gelingt ihnen nicht und Buffy dreht den Spieß um. Der Rat ist einverstanden, Giles wieder als Wächter einzusetzen. Unter dieser Bedingung ist Buffy wieder bereit, für den Rat der Wächter zu arbeiten.

Während der sechsten Staffel beschließt Giles, dass Buffy selbständig werden muss und zieht sich nach England zurück. Wenn Buffy seine Hilfe benötigt, kehrt er regelmäßig nach Sunnydale zurück.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Berühmte Bibliothekare

Zweiter Teil

Lewis-Carroll1

Lewis Carroll wurde 1832 unter dem Namen Charles Lutwidge Dodgson in Duresbury geboren. Er ist heute vor allem als Autor der Kinderbücher "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln" bekannt. Kaum einer jedoch weiß, dass er außerdem noch über 30 wissenschaftliche Arbeiten und Lehrbücher veröffentlichte, die zum Teil heute noch in Gebrauch sind. Zudem war er als Fotograf, Mathematiker und Diakon tätig.

Carroll wurde 1832 als Sohn eines Landpfarrers geboren. Er war das 3. von ingesamt 11 Kindern, von denen alle bis ins Erwachsenenalter überlebten. Erst 1844 mit 12 Jahren wurde er auf eine Privatschule geschickt, wo er schon bald durch seine außergewöhnliche mathematische Begabung auffiel. Bis dahin war er zu Hause unterrichtet worden. In dieser Zeit verfasste er bereits erste Gedichte und Erzählungen sowohl in lateinischer als auch in englischer Sprache. Charles litt sein Leben lang an Komplexen wegen seines Stotterns.

Im Jahre 1850 schrieb sich Charles an der Universität in Oxford ein. Dort studierte er Mathematik, Theologie und klassische Literatur. Nach Abschluss des Studiums 1854 wurde er am Christ Church College als Tutor für Mathematik eingestellt, wo er auch die nächsten 26 Jahre tätig sein sollte. Anschließend ließ er sich zum Kurator wählen. Ab 1855 war er als Bibliothekar tätig.

Als die Fotografie erfunden wurde, war Charles sofort fasziniert von dieser neuartigen Technik. Er erwarb 1856 seine erste eigene Kamera und entwickelte seine Fotos selbst. Was als Hobby begann, entwickelte sich im Lauf der Zeit zu einer seiner größten Leidenschaften. 1861 errichtete er sich sein eigenes Atelier, das er auch profimäßig ausstattete. Carrolls bekanntestes Motiv war Alice Liddell, welche ihn auch zu der Geschichte "Alice im Wunderland" inspirierte.

Der Verlag MacMillan veröffentlichte das Buch im Jahre 1865 mit Illustrationen von John Tenniel. Wie man sich vorstellen kann, fand das Buch großen Anklang und eine begeisterte Leserschaft, selbst bei Königin Victoria.

1868 starb Carrolls Vater, sein Tod ließ ihn mehrere Jahre in Depressionen verfallen. Carroll war im Gegensatz zu anderen Kollegen bereits zu Lebzeiten sehr bekannt und wohlhabend.
Sein einziger Roman „Sylvie und Bruno“, an dem Carroll zehn Jahre lang arbeitete, wurde 1889 und 1993 in zwei Bänden veröffentlicht.
Am 14. Januar 1898 starb Lewis Carroll an den Folgen einer Lungenentzündung im Haus seiner Schwestern. Lewis Carroll ist auf dem Friedhof von Guildford begraben.

Das Originalmanuskript zu „Alice im Wunderland“ wird heute übrigens im Manuscript Room des Britischen Museums ausgestellt.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Berühmte Bibliothekare - Erster Teil

In unregelmäßigen Abständen wollen wir in dieser neuen Reihe einige berühmte Bibliothekare kurz vorstellen. Seid sicher dass ihr einige Überraschungen erleben werdet. Vielen Personen hätte man dieses Amt nicht zugetraut!

Casanova

Portraet-des-Giacomo-Casanova

Giacomo Casanova war ein venezianischer Schriftsteller der auf Grund seiner zahlreichen Liebschaften bekannt wurde. Er studierte an der Universität in Padua Rechtswissenschaften und schlug danach eine kirchliche Laufbahn als Priester ein. Wie man sich denken kann, hielt es ihn nicht lange in der Position eines Priesters.

In den Folgejahren reiste Casanova viel in der Welt herum und lernte so viele bedeutende Persönlichkeiten seiner Zeit kennen, wie z.B. Katharina die Große oder Papst Benedikt XIV.

1755 wurde er wegen angeblicher „Schmähungen gegen die heilige Religion“ verhaftet. Über seine 15 Monate später gelungene Flucht aus den Bleikammern Venedigs schrieb er ein Buch, das noch zu seinen Lebzeiten ins Deutsche übersetzt wurde.

Ruhe fand Casanova schließlich 1785 als Bibliothekar des böhmischen Grafen Waldstein. Dort begann er spätestens 1790 mit der Niederschrift seiner Memoiren, die heute zu den Klassikern der Weltliteratur zählen. Ganz interessant ist übrigens, dass der Brockhaus Verlag in Leipzig die Memoiren 1821 erwarb.


Laura Bush

Die-ehemalige-First-Lady

Laura Bush ist die Frau des ehemaligen US Präsidenten George W. Bush. Geboren 1946 in Midland, Texas schloss sie 1968 ihr Studium der Pädagogik ab und begann daraufhin als Grundschullehrerin zu arbeiten. Später studierte sie Bibliothekswissenschaften in Texas und arbeitete einige Jahre als Bibliothekarin.
1977 lernte sie George Bush kennen, den sie noch im selben Jahr heiratete. Mit ihrer Hochzeit begann auch ihr politisches Engagement, dass sich u.a. an der Unterstützung ihres Mannes beim Wahlkampf um den Gouverneursposten in Texas zeigte. Als First Lady von Texas setzte sie sich für zahlreiche wohltätige Projekte ein u.a. setzte sie sich für die Bekämpfung des Analphabetismus ein.
In den Jahren 1999/2000 unterstützte sie ihren Ehemann in seiner Kampagne zur US-Präsidentschaft. Unter anderem hielt sie die Grundsatzrede auf der Republican National Convention, was ihr landesweite Aufmerksamkeit einbrachte. George W. Bush gewann die Präsidentschaftswahl 2000 gegen Al Gore, sodass sie zur First Lady wurde.
In dem 2008 erschienenen Roman American Wife (dt. Titel Die Frau des Präsidenten, 2009) zeichnet die Schriftstellerin Curtis Sittenfeld ein fiktives Porträt von Laura Bush.

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Wer wir sind

Wir sind zwei Bibliotheksassistentinnen, im Volksmund auch "Bibliotheksdrachen" genannt, aus Bayern. Drache1 arbeitet in einer kleinen Museumsbibliothek, während Drache2 in einer großen Universitätsbibliothek arbeitet. Beide Bibliotheken möchten wir aus Gründen der Anonymität nicht mit Namen nennen.

Was wir wollen

Wir möchten mit diesem Blog über die Arbeit, die Bibliotheken und Bibliothekare tagtäglich leisten, berichten. Außerdem möchten wir Lesetipps geben, besonders schöne Bibliotheken vorstellen und Vorurteile gegen unseren Berufsstand entweder bestätigen oder hinwegfegen ;-D

Wieso "Bibliotheksdrachen"?

Verzweifelter Ausruf eines angehenden Doktoranden: "Je älter und wertvoller das Buch, desto größer der Drache, der es bewacht."

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Zuletzt aktualisiert: 11. Apr, 10:14

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