Freitag, 15. Oktober 2010

Stiftsbibliothek Sankt Gallen

Es war einmal im Jahre 612, da gründete ein irischer Missionar in den schönen Schweizer Bergen ein Kloster. Neben Sankt Gallus soll auch noch ein Bär bei der Errichtung desselben beteiligt gewesen sein.
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Neeee! Der doch nicht.

Und der Bär und das Kloster interessieren einen Biblioteksdrachen eigentlich auch nur am Rande. Was mich in die Schweizer Berge zog, war die klostereigene Stiftsbibliothek, die für ihre Schönheit und ihren reichen Buchbestand weltweit bekannt ist.
Vorbei an Kühen, Gässlis, Sträßlis, Schlösslis und noch viel mehr "lis" bahnten wir uns den Weg zwischen Baustellen hindurch zum Klosterbezirk in St. Gallen. Das Wetter zeichnete sich durch völlige Abwesenheit der Sonne aus, was vermutlich unser Glück war. Die anwesenden Busgruppen reichten nämlich auch so schon. Die versammelten sich aber lieber in der riesigen, mit tausend Engelchen geschmückten Kathedrale.

So hatten wir die Bibliothek fast für uns allein. 10 Franken mussten wir berappen (man verzeihe mir das Wortspiel) und der nette Kassier bat uns Taschen und vor allem Kameras in den Schließfächern zu deponieren. Vor dem Barocksaal der Bibliothek wurden wir dann noch angewiesen in todschicke Filzsandaletten zu steigen, bevor wir das Allerheiligste betreten durfen.

In einem Wort? Atemberaubend!
Bücher reiheen sich dicht an dicht in vergitterten Schränken, helle Gemälde zieren die Decke und an den hohen Fenstern sind ausklappbare Lesetische angebracht. In Vitrinen sind einzelne Kostbarkeiten ausgestellt und der Boden ist mit rankenartigen Intarsien geschmückt. Wir fühlten uns mehr wie in einem Tempel, als in einer Bibliothek.

Erwähnte ich schon, dass wir die Kameras einsperren mussten? *hüstel*
StiftsbibSt-Gallen2
Damit das schlechte Gewissen beruhigt sein kann, habe ich mir auch gleich noch den Führer zur Bibliothek gekauft und werde hier brav auf die Website der Stiftsbibliothek verlinken.
Stiftsbibliothek St. Gallen
Ich werde auch darauf hinweisen, dass die weltberühmte Handschriftensammlung komplett digitalisiert unter folgendem Link zu finden ist: Codices Electronici Sangallenses

Schon halb auf dem Weg zum obligatorischen Schokoladenkauf entdeckte ich dann noch ein ganz besonderes Wesen an der Fassade des Klosters.
Das zeige ich euch dann das nächste Mal. ;-D

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Die Bibliotheks - Drachen

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Wir sind zwei Bibliotheksassistentinnen, im Volksmund auch "Bibliotheksdrachen" genannt, aus Bayern. Drache1 arbeitet in einer kleinen Museumsbibliothek, während Drache2 in einer großen Universitätsbibliothek arbeitet. Beide Bibliotheken möchten wir aus Gründen der Anonymität nicht mit Namen nennen.

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Wir möchten mit diesem Blog über die Arbeit, die Bibliotheken und Bibliothekare tagtäglich leisten, berichten. Außerdem möchten wir Lesetipps geben, besonders schöne Bibliotheken vorstellen und Vorurteile gegen unseren Berufsstand entweder bestätigen oder hinwegfegen ;-D

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Verzweifelter Ausruf eines angehenden Doktoranden: "Je älter und wertvoller das Buch, desto größer der Drache, der es bewacht."

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