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Zweiter Teil

Lewis-Carroll1

Lewis Carroll wurde 1832 unter dem Namen Charles Lutwidge Dodgson in Duresbury geboren. Er ist heute vor allem als Autor der Kinderbücher "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln" bekannt. Kaum einer jedoch weiß, dass er außerdem noch über 30 wissenschaftliche Arbeiten und Lehrbücher veröffentlichte, die zum Teil heute noch in Gebrauch sind. Zudem war er als Fotograf, Mathematiker und Diakon tätig.

Carroll wurde 1832 als Sohn eines Landpfarrers geboren. Er war das 3. von ingesamt 11 Kindern, von denen alle bis ins Erwachsenenalter überlebten. Erst 1844 mit 12 Jahren wurde er auf eine Privatschule geschickt, wo er schon bald durch seine außergewöhnliche mathematische Begabung auffiel. Bis dahin war er zu Hause unterrichtet worden. In dieser Zeit verfasste er bereits erste Gedichte und Erzählungen sowohl in lateinischer als auch in englischer Sprache. Charles litt sein Leben lang an Komplexen wegen seines Stotterns.

Im Jahre 1850 schrieb sich Charles an der Universität in Oxford ein. Dort studierte er Mathematik, Theologie und klassische Literatur. Nach Abschluss des Studiums 1854 wurde er am Christ Church College als Tutor für Mathematik eingestellt, wo er auch die nächsten 26 Jahre tätig sein sollte. Anschließend ließ er sich zum Kurator wählen. Ab 1855 war er als Bibliothekar tätig.

Als die Fotografie erfunden wurde, war Charles sofort fasziniert von dieser neuartigen Technik. Er erwarb 1856 seine erste eigene Kamera und entwickelte seine Fotos selbst. Was als Hobby begann, entwickelte sich im Lauf der Zeit zu einer seiner größten Leidenschaften. 1861 errichtete er sich sein eigenes Atelier, das er auch profimäßig ausstattete. Carrolls bekanntestes Motiv war Alice Liddell, welche ihn auch zu der Geschichte "Alice im Wunderland" inspirierte.

Der Verlag MacMillan veröffentlichte das Buch im Jahre 1865 mit Illustrationen von John Tenniel. Wie man sich vorstellen kann, fand das Buch großen Anklang und eine begeisterte Leserschaft, selbst bei Königin Victoria.

1868 starb Carrolls Vater, sein Tod ließ ihn mehrere Jahre in Depressionen verfallen. Carroll war im Gegensatz zu anderen Kollegen bereits zu Lebzeiten sehr bekannt und wohlhabend.
Sein einziger Roman „Sylvie und Bruno“, an dem Carroll zehn Jahre lang arbeitete, wurde 1889 und 1993 in zwei Bänden veröffentlicht.
Am 14. Januar 1898 starb Lewis Carroll an den Folgen einer Lungenentzündung im Haus seiner Schwestern. Lewis Carroll ist auf dem Friedhof von Guildford begraben.

Das Originalmanuskript zu „Alice im Wunderland“ wird heute übrigens im Manuscript Room des Britischen Museums ausgestellt.

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