Samstag, 6. November 2010

Der Bibliotheksbär

Unsere treue Leserin Maze hat zwar keinen Drachen, aber ein Bibliotheksbärchen gefunden.

bibliotheksbaer

Vielleicht ein entfernter Verwandter des St. Gallener Bärs? ;-)

Eine Bibliotheksordnung

... von 1899 aus dem Gewerbemuseum Zürich.

Art. 1 Der Lese- und Zeichnungssaal der Bibliothek ist unentgeltlich für jeden Erwachsenen, der sich genügend ausweist geöffnet.
An Werktagen vormittags 10 - 12 Uhr und nachmittags 4 - 8 Uhr.
An Sonntagen während des Winterhalbjahres (mit Ausnahme der hohen Feiertage): vormittags 10 - 12 Uhr

Art. 2 Der ... Bibliothekkatalog liegen im Lesezimmer für die Besucher zur Einsicht auf. Zu weiterer Anleitung für die Benutzung der Bibliothek, sowie zur Raterteilung hat sich der Besucher an den diensttuenden Beamten zu wenden.

Art. 4 Zum Pausen, sowie zur Verwendung von Farbstift ist die Erlaubnis des Bibliothekars erforderlich ; die Benutzung von Tinte, Tuschen etc. ist untersagt.

Art. 5 .... Aus der Bibliothek entlehnte Gegenstände dürfen von dem Entlehner nur mit Zustimmung des Bibliothekars und nach vorgenommener Notiznahme seitens des letztern an eine andere Person abgegeben werden. Wenn für den Entlehner ein Bürge haftet, so ist dessen Einverständnis schriftlich einzuholen.
(soviel zu dem Argument "Ich habs meiner Freundin geliehen und die wollte das eigentlich zurückbringen...")

Art. 6 ... bleibt diese [schriftliche Mahnung] ohne Erfolg, so wird der Gegenstand unter einer Erhebung einer Gebühr von 50 Rp. amtlich abgeholt.

Art. 7 Die aus der Bibliothek bezogenen Gegenstände sind mit der grössten Schonung zu behandeln ...

Art. 9 [zum Wunschbuch] Einzeichnungen ungebührlicher Art sind strengstens untersagt.

Art. 10 Die Räume der Verwaltung und der Büchersammlung dürfen von den Besuchern nicht betreten werden. Der Verkehr zwischen Besuchern und Beamten hat sich auf das Notwendige zu beschränken.

Art. 11 Laute Unterhaltung sowie das Rauchen ist untersagt.

Allzuviel scheint sich in den Bibliotheksordnungen der letzten 110 Jahre nicht geändert zu haben. Wenn man über die immer häufiger werdenden 24-Stunden-Öffnungen von Lesesälen einmal absieht. :-D

Die Bibliotheks - Drachen

Von Bibliotheken, Drachen und Leseratten

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Wer wir sind

Wir sind zwei Bibliotheksassistentinnen, im Volksmund auch "Bibliotheksdrachen" genannt, aus Bayern. Drache1 arbeitet in einer kleinen Museumsbibliothek, während Drache2 in einer großen Universitätsbibliothek arbeitet. Beide Bibliotheken möchten wir aus Gründen der Anonymität nicht mit Namen nennen.

Was wir wollen

Wir möchten mit diesem Blog über die Arbeit, die Bibliotheken und Bibliothekare tagtäglich leisten, berichten. Außerdem möchten wir Lesetipps geben, besonders schöne Bibliotheken vorstellen und Vorurteile gegen unseren Berufsstand entweder bestätigen oder hinwegfegen ;-D

Wieso "Bibliotheksdrachen"?

Verzweifelter Ausruf eines angehenden Doktoranden: "Je älter und wertvoller das Buch, desto größer der Drache, der es bewacht."

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Zuletzt aktualisiert: 11. Apr, 10:14

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